Freiheit, Ruhe und eine Portion Liebe. Das bedeutet glücklich sein für mich…

Die letzten Wochen waren bei mir ein Mix aus Ruhe und Zeit für mich selbst, viel Zeit auf der Autobahn und vielen wunderbaren Momenten und Gesprächen.

Auch ganz neue Erfahrungen habe ich gemacht. Begegnungen mit 4 kleinen, süßen Miniponys gehörten dazu. Ich mag Pferde sonst eher aus einer gewissen Entfernung. Ihre unberechenbare Kraft machte mir als Kind manchmal Angst. Bei großen Hunden ist es lange ähnlich gewesen, denn als ich selbst noch ganz klein war, hat ein Hund aus der Nachbarschaft mich mal vom Fahrrad geworfen und das war ein prägendes Erlebnis, aufgrund dessen ich großen Hunden immer eher aus dem Weg gegangen bin. Diese Angst legte ich neulich bereits ab, als eine liebe Glücksfreundin mir ihren Pflegehund, einen Ridgeback vorstellte. Keine Sekunde war vergangen, bis ich bereits in seine wundervollen, bernsteinfarbenen Augen verliebt war. So schnell kann es gehen, dass Angst zu Liebe wird…

 Ähnlich erging es mir auch, als ich im Zuge eines Seminars zum Thema „Kraft der Frau“ auf dem Zirbenhof in der Nähe von Mönchengladbach zu den dort lebenden vier Miniponys in den Stall ging. Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde und fühlte einen gewissen Respekt, den Tieren gegenüber. Doch meine Neugier spürten auch die Ponys und so kamen sie genauso neugierig auf mich zu, schnupperten an mir, gaben mir einen sanften Stubs, holten sich Streicheleinheiten ab und schauten mich mit ihren großen Augen an…

Am nächsten Morgen sollte ich auf eine weitere Probe gestellt werden, denn es ging darum, in den naheliegenden Wald spazieren zu gehen und auch ein paar Fotos zusammen mit den Pferden zu machen. Dazu hatte sich eine tolle und talentierte Fotografin bereit erklärt. Im Verlauf dieses kleinen Fotoshootings veränderte sich bei mir etwas, ich wurde wacher, ich wurde fröhlicher, meine innere Müdigkeit (wir hatten nur wenige Stunden geschlafen) verflog! Der Weg in den Wald war für mich und das kleine, schwarze Pony Lian noch anstrengend. Lian wäre am liebsten stehen geblieben. Ich auch. Erst als ich wusste, was ich wollte, konnte ich das kleine Pony mit meiner Laune anstecken! Und dann passierte es: wir beide, die wir auf dem halben Hinweg noch ziemlich getrödelt hatten, ganz in Ruhe als letzte der Gruppe und ein wenig langsamer als die anderen 3 Paare unterwegs waren, wir beide wurden plötzlich wach. Und ich bekam Lust… auf den Wald, auf das ruhige Genießen der Natur und besonders auf die gemeinsame Zeit mit dem süßen Lian. Ich wollte nicht mehr der Gruppe hinterher laufen und mit mir beschäftigt sein. Ich wollte etwas erleben. Ich wollte mit Lian die Zeit genießen und meine eigenen Erfahrungen sammeln. Wir liefen an einer Kuhwiese vorbei und ich spürte eine kurze Aufregung beim Pony, die ich aber mit gleichmäßigem Schritt und ohne Zurückzublicken ignorierte. Es interessierte mich nicht besonders, was die Kühe auf der Wiese machten, wie sie neben uns auf ihrer Seite des Zauns entlang liefen und uns beobachteten. Ich wollte einfach mit Lian ein Stück gehen… und das machten wir. Von Minute zu Minute verstanden wir uns besser – und er war ok mit meinem Schritttempo. Auf manchen Bildern, die wir darauf hin im Wald machten, würde ich fast ein Lächeln Lians vermuten. Können Ponys eigentlich lächeln?

Zumindest haben sie genauso gerne Spaß wie ich! Als ich die Idee hatte, ein Gruppenbild mit allen 4 Ponys zu machen, hatte ich keine Ahnung, was die für einen Spaß dabei haben würden, mir meine Mütze zu klauen! Gefühlt haben sie dabei definitiv richtig laut gelacht und auch ich konnte mich dabei kaum auf den Beinen halten.


Pferdecoaching ist etwas Wunderbares. Ich ziehe meinen Hut vor allen Hofbesitzern und Menschen, die auf einem Hof arbeiten und oder leben. Die Arbeit mit Tieren gibt viel, aber kostet auch Kraft. Ich bin kein Mädchen, das gerne Ställe ausmistet, das weiß ich. Aber wie dankbar ich für diese Erfahrung bin, ist kaum in Worten zu beschreiben. Das besondere Erlebnis, den Ponys so nah zu sein, wird mir niemand nehmen können. Und ich blicke gerne zurück und schaue mir die Erinnerungsfotos an! Das Gefühl, der Natur nah zu sein und sie zu achten, ist für mich wichtiger denn je. Früher hätte ich mich nie freiweillig im Garten meiner Eltern beim Unkraut jäten gesehen! Heute ist das für mich anders und ich freu mich sogar, wenn ich meinen Eltern zur Hand gehen kann und dabei die Natur im Garten genießen kann. 

Ein eigenes Haus mit Garten fehlt mir allerdings derzeit nicht. Ich bin gerne in Hamburg und lebe gerne direkt in der Stadt. Das Leben fühlt sich für mich genau dann gut an, wenn ich Freiheit spüre, aber trotzdem weiß, wo ich hingehöre. Ich kann also machen, was ich mag und was mir wichtig ist, kann aber auf die Unterstützung meiner Ohana, also meinen liebsten Menschen, zählen. Dieser Zusammenhalt ist unbezahlbar. Freiheit und Liebe. Zwei wichtige Gefühle, die mich immer begleiten. 

Wo fühlst du dich wohl?

Was liebst du? 

Auf jede laute Phase folgt bei mir eine leise(re). Wenn ich viel unterwegs bin, brauche und nehme ich mir immer wieder ganz bewusst Zeit für mich. Ruhe ist für mich wichtig, vor allem, wenn ich kreativ sein möchte. Ich liebe es, einige Zeit zurückgezogen zu verbringen, in meinen eigenen vier Wänden, ganz alleine oder auch mit Menschen, die mir ähnlich sind. 

Wie gerne bist du alleine? 

Gönnst du dir Ruhephasen?

Ich bin gespannt, wie mein Leben und ich mich weiter verändern werden und genieße jetzt in vollen Zügen meine Lieblingskombination aus Abenteuerlust, Freude am Leben und Ruhe um glücklich zu sein. ❤️??

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